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Hier werden in unregelmäßigen Abständen Bücher und Videos eingestellt, die mich inspiriert haben. Als Christ in dieser Welt zu leben, ist nicht ohne Anfechtung! Die Fülle an Videos, Podcasts und Bücher sind erschlagend. Dazu braucht es, neben der Gemeinschaft vor Ort und dem Gebet, gute geistliche Inhalte. Hier findet ihr eine Auswahl.

Seid gesegnet. Simeon Prechtel

Feines zum Lesen

 

Generation Unfähig
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Mutter mit Handy und Kind
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Rüdiger Maas - Generation lebensunfähig. Wie unsere Kinder um ihre Zukunft gebracht werden

Generation lebensunfähig - Wie unsere Kinder um ihre Zukunft gebracht werden von Rüdiger Maas

Die Welt der 12- und 13- jährigen ist heute eine ganz andere als vor 20 Jahren. Das liegt vor allem an der Digitalisierung. Es spielt dabei keine Rolle, um man in Berlin Kreuzberg oder am Hesselberg aufwächst. Solange das Glasfasernetz steht, können sich die Jugendlichen mit den gleichen Themen und Inhalten beschäftigen. Diese prägen immer mehr ihr Leben und ihren Alltag. Im Buch "Generation lebensunfähig" nennt Rüdiger Maas folgende Zahlen. "Vor der Pandemie haben 16- bis 18-Jährige (...) durschnittlich 58 Stunden online verbracht. Während der Coronapandemie waren es schon 70,4 Stunden pro Woche, also etw zehn Stunden pro Tag im Netz." (S. 208)

Rüdiger Mass möchte vor allem informieren. Er möchte den Eltern zeigen, was wirklich in unserem Land mit unseren Kindern und den Jugendlichen passiert. Und er möchte die Eltern ermutigen, ihre Erziehungsverantwortung auch im digitalen Bereich wirklich wahrzunehmen. Der Buchtitel ist meiner Meinung nach zu pessimistisch und reißerisch formuliert, aber ingesamt stimmt mich das Buch sehr nachdenklich. Es wird deutlich, dass Problem sind nicht die Kinder oder Jugendlichen, sondern die Eltern selbst. Seine Problemanzeige hat drei Schritte:

  1. Kinder werden heute überbehütet und ständig überwacht. Dazu werden sie mit Geschenken überschüttet. Ausdauer, Durchhaltevermögen und den Wert von Arbeit lernen sie kaum kennen.
  2. Gleichzeitig wird den Kindern oft keine ungeteilte Aufmerksamkeit gewidmet. Die Elterngeneration ist durch Ihre Arbeit ständig abgelenkt und hängt selbst am Handy. Die emotionale Präsenz, die Kinder dringend brauchen, wird ihnen nicht geschenkt.
  3. Leben ist heute stressig, Eltern müssen oft jonglieren und alle Bälle in der Luft halten. Das Leben ist kompliziert. Es führt zu einer partiellen Vernachlässigung der Kinder, da diese bspw. oft krank in die Kita oder in die Schule geschickt werden.

Die Diagnose von Rüdiger Maas deckt sich mit meinen alltäglichen Beobachtungen. Leider bleiben seine Lösungsvorschläge (bewusst) sehr vage. Er empfiehlt sich mit den Kindern analog zu beschäftigen und gleichzeitig an ihrem digitalen Leben teilzunehmen. Da hätte ich mir noch etwas mehr "Butter bei de Fisch" gewünscht. Aber vielleicht haben Sie ja konkrete Ideen? Schreiben Sie mir diese gerne.

Die Chroniken von Narnia - Der silberne Sessel
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Laterne
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Höhle
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C.S. Lewis - Der Silberne Sessel

Die Chroniken von Narnia von C.S. Lewis: Der silberne Sessel (Band 6), Brandow 2010

Wer kennt Sie nicht, die Chroniken von Narnia? Spätestens mit der Neuverfilmung 2005, 2008 und 2010 wurden die zauberhaften Geschichten wieder einem jüngeren Publikum nahegebracht. C.S. Lewis ist nicht nur einer der bedeutsamsten Verteidiger des christlichen Glaubens im 20. Jahrhundert, sondern er ist auch ein fabelhafter Geschichtenerzähler. Es lohnt sich alle 7 Bände der Chroniken zu lesen oder als Hörbuch zu hören. Heute möchte ich den etwas unbekannteren 6. Band: "Der silberne Sessel" vorstellen. Im Buch "der silberne Sessel" kommen zwei Kinder, Eustachius und Jill, zufällig durch eine Tür in einer Steinmauer nach Narnia. Eustachius war schon mal dort gewesen. Jill nicht. Sie bekommen den Auftrag den verschollenen Thronfolger, Prinz Rilian zu suchen. Dabei treffen Sie auf allerhand seltsamer Gestalten. Ein tapferer Moorwackler begleitet sie. Nach einigen Abenteuern kommen sie in die Unterwelt Narnias, dort treffen sie den verhexten Prinzen Rilian und die böse weiße Hexe, die auch in den anderen Bänden eine Rolle spielt. Diese Hexe möchte die drei Eindringlinge davon überzeugen, dass es die Oberwelt und Narnia eigentlich gar nicht gebe. Der Moorwackler lässt sich nicht irre machen und schüttelt den Zauber der Hexe ab. Nach dramatischen Ereignissen retten sie sich und Prinz Rilian und kehren nach Narnia zurück.

Eine Szene in der Unterwelt finde ich besonders bemerkenswert und möchte sie gerne wörtlich zitieren. Auf der S.147f. in der Brendow-Ausgabe von 2010 heißt es:

"Die Hexe sagte kein Wort. Sie ging behutsam durch den Raum, wobei sie ihr Gesicht und ihre Augen unentwegt auf den Prinzen gerichtet hielt. Als sie bei einem kleinen Schrein in der Wand nahe beim Kamin angelangt war, öffnete sie ihn und entnahm ihm eine Hand voll grünen Pulvers. Dieses warf sie auf das Feuer. Es brannte kaum, aber es verströmte einen süßen und einschläfernden Duft. Und während des ganzen Gesprächs, dass nun folgte, wurde dieser Durft immer stärker, erfüllte den Raum und erschwerte das Denken. Zweitens nahm sie aus dem Schrein ein Musikinstrument, das einer Mandoline ähnelte. Sie begann, es mit den Fingern zu zupfen - sie erzeugte dabei ein gleichmäßiges, monotones Klimpern, das man schon ein paar Minuten später nicht mehr wahrnahm. Aber je weniger man es wahrnahm, desto mehr drang es einem ins Gehirn und ins Blut. Auch das erschwerte das Denken. Nachdem die Hexe ein Weilchen geklimpert hatte (und der süße Duft stärker geworden war), begann sie mit süßer, ruhiger Stimme zu sprechen. "Narnia?", sagte sie. "Narnia? Ich habe oft gehört, wie Ihr in euren Wüten diesen Namen ausgesprochen habt. Lieber Prinz, ihr seid sehr krank. Es gibt kein Land namens Narnia." "Doch, das gibt es, meine Dame", entgegnete Trauerpfützler (der Moorwackler). "Ich habe nämlich zufälllig mein ganzes Leben lang dort gelebt." "So?", sagte die Hexe. "Dann sag mir bitte, wo dieses Land liegt." "Da oben", sagte Trauerpfützler beherzt und deutete nach oben. "Ich - ich weiß nicht genau, wo." "Wie?", fragte die Königin mit einem freundlichen, leisen, musikalischen Lachen. "Ist dort zwischen den Steinen und dem Mörtel der Decke ein Land?" "Nein", sagte Trauerpfützler. Er hatte Mühe, Atem zu holen. "Es ist in der Oberwelt." "Und was oder wo ist diese ... wie nennst du sie ... Oberwelt?" "Ach, seid doch nicht so albern", sagte Eustachius, der mühsam gegen den Zauber des Geruchs und des Geklimpers ankämpfte. "Als ob Ihr das nicht wüsstet! Es ist oben auf der Erde, dort, wo man den Himmel, die Sonne udn die Sterne sehen kann. Ich wart doch selbst dort. Wir haben Euch dort getroffen." "Ich bitte um Gnade, kleiner Bruder", lachte die Hexe glockenhell. "Ich erinnere mich nicht an diese Begegnung. Aber in unseren Träumen treffen wir unsere Freunde oft an eigenartigen Orten. Und da nicht alle dasselbe träumen, darf man nicht verlangen, dass sich auch die anderen daran erinnern." (So geht es weiter und weiter. Es wird über die Sonne und Aslan diskutiert, bis es schließlich heißt:) Die Hexe schüttelte den Kopf. "Ich merke", sagte sie, "dass es uns mit eurem Löwen, wie ihr ihn nennt, auch nicht bisser gehen wird als mit eurer Sonne. Ihr habt Lampen gesehen, und so habt ihr euch eine größere und bessere Lampe ausgedacht und sie Sonne genannt. Ihr habt Katzen gesehen, und jetzt wollt ihr eine größere und bessere Katze und wollt sie Löwe nennen. Nun, dies sind hübsche Märchengeschichten, obwohl sie euch, um ehrlich zu sein, besser anstünden, wenn ihr jünger wärt. Und seht nur, dass eure Märchengeschichten nur Dinge enthalten, die ihr der richtigen Welt, meiner Welt, der einzigen Welt, abgeschaut habt. Aber selbst ihr zwei Kinder seid zu alt für solche Spiele. Und was euch betrifft, mein Prinz, der Ihr ein erwachsener Mann seid, Ihr solltet Euch schämen. Sind euch derartige Kindereien nicht peinlich? Ihr alle solltet diese kindischen Possen aufgeben! Ich habe für euch alle Arbeit in der wirklichen Welt. Es gibt kein Narnia, keine Oberwelt, keinen Himmel, keine Sonne, keinen Aslan. Und nun ins Bett mit euch." 

Dann nimmt der Moorwackler seine letzte Kraft zusammen und zertritt mit nacktem Fuße das Feuer. Das weckt alle aus der Verzauberung auf und nach einem kurzen Kampf wird die Hexe besiegt. Der Moorwackler sagt davor noch etwas bemerkenswertes: Selbst wenn es die Oberwelt und alles nicht geben sollte, will ich den Rest meines Lebens damit verbringen, sie zu suchen.

Diese Szene lässt sich in Beziehung setzen mit dem Glauben an Gott, das Königreich Gottes, Jesus Christus und den Heiligen Geist. Es gibt Menschen, die sagen zu mir: Das ist alles erfunden. Alles Märchen. Werde erstmal so alt wie ich! Das ist in etwa das, was die Hexe in der Geschichte tut. In Ihren Mund werden die Worte des Religionskritikers Ludwig Feuerbach gelegt: Gott ist nur eine menschliche Projektion. Der Himmel ist nur eine Vorstellung von der Welt, die wir kennen und dann verklären. Der Moorwackler tut zwei Dinge: Er tritt ins Feuer und löst die Verhexung. Wer tut das heute? Wer tritt ins Feuer des Atheismus und Aberglaubens? Wenn die Menschen sich beständig mit dem Gift des Atheismus abfüllen, fällt es Ihnen zunehmend schwer die geistliche Welt wahrzunehmen und an Gott zu glauben. Und zweitens: Der Moorwackler hält fest an der "Oberwelt" fest, in dem Glauben, dass selbst, angenommen, es gäbe sie nicht, diese immer noch unendlich besser ist, als die Wirklichkeit in der "Unterwelt." Das heißt für den Glauben - angenommen - er wäre tatsächlich nur eine menschliche Einbildung - eine Gruppenhalluzination - selbst dann ist es besser am Glauben festzuhalten als sich mit der sichtbaren, unvollkommenen, zerfallenden, irdischen Welt abzufinden.

Pfr. Simeon Prechtel

Links zu Videos mit Vorträgen und Predigten

Markus Spieker über Jesus von Nazareth

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Johannes Hartl über die Bedeutung des Kreuzes

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Segnungsgottesdienst für Schwangere aus Heilsbronn

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Gottesdienst zur Kirchweih in Dorfkemmathen am 21. Juli 2024

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Gottesdienst zum Sonntag Okuli in Wittelshofen am 03. März 2024

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Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag in Untermichelbach am 26.11.2023

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